Vogelkot kann zur Überdüngung führen

Vogelkot kann in hoher Konzentration zur Überdüngung des Bodens führen, in einem Garten kann dies an Futterstellen für Vögel führen. In Gärten finden die Vögel neben Nistmöglichkeiten, auch ihre täglichen „Sitz- und Schlafplätze“ an diesen kommt es zu einer Konzentration von Vogelkot, dies kann für Pflanzen die einen geringen Nähstoffbedarf sowie einem anderen Nährstoffbedarf haben zum Problem werden, die Pflanzen gehen ein.

Dass es nötig ist, die Vögel ganzjährig zu füttern sollte selbstverständlich sein, da die Nahrungsgrundlage der Vögel die Insekten benötigen einen drastischen Rückgang zu verzeichnen hat.

Fehlende Insekten haben zur Folge, dass es auch zu einem Rückgang des Vogelbestandes kommt. In einer Studie wurde ein Insektenschwund von durchschnittlich 76 Prozent und mitten im Sommer bis zu 82 Prozent festgestellt.

Ob es am Klimawandel liegt oder am extremen Einsatz von Giften in der Landwirtschaft darüber streiten sich die Wissenschaftler. Können sich die Zugvögel vor ihrem Zug nicht genügend Fett anfressen, erreichen diese ihr Ziel nicht, verlieren ihre Kraft und verhungern, stürzen ins Meer oder in die Berge, was in Zukunft zu einem starken Rückgang der Zugvögel führen dürfte. Daher ist es wichtig, die Vögel auch im Sommer zu füttern, auch wenn der Vogelkot stört.

Wichtig: Bevor davon ausgegangen wird, dass das Eingehen von Rasen, Bäumen und sonstigen Pflanzen an der Überdüngung durch den Vogelkot liegt, sollte unbedingt eine Bodenanalyse durchgeführt werden. Ohne zu wissen, welche Nährstoffe im Boden zu viel oder zu wenig sind, sollten keine Maßnahmen durchgeführt werden. Eine Bodenanalyse ist nicht teuer, ein Labor findet man im Internet.

Inhaltsstoffe

Vogelkot hat hohen Konzentration von Nährstoffen und war im 19. Jahrhundert ein beliebter Dünger und wurde auf den vogelreichen Inseln gesammelt und verschifft. Vogelkot besteht aus konzentrierter Harnsäure, sie ist fester als Harnstoff und als weißer Bestandteil des Kotes zu erkennen. Unverdaute Nahrungsreste der Ausscheidung sind als dunkle Bestandteile zu erkennen. Bild 1 zeigt Hühnerkot, dieser kann als Dünger eingesetzt werden.

Vogelkot kann zur Überdüngung führen

Was hilft gegen Überdüngung?

Gegen Überdüngung hilft das Anpflanzen von stark zehrenden Pflanzen. Weitere Informationen zum Thema findet man bei GartenBob.de unter „Was kann man gegen Überdüngung tun?

Starkzehrende Gemüsesorten

Zu den Starkzehrern zählen Artischocken, Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kürbis, Lauch, Mais, Mangold, Melone, Möhren, Paprika, Rhabarber, Rotkohl, Rosenkohl, Rüben, Sellerie, Spargel, Spinat, Spitzkohl, Tabak, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini.

Starkzehrende Blumen

Chrysanthemen, Geranien, Sonnenblumen, Studentenblumen, Tulpen

Mittelzehrende Blumen

Neben den stark zehrenden Blumen können auch mittel zehrende Blumen gepflanzt werden wie Astern, Eisenhut, Flockenblume, Glockenblume, Gloxinien, Löwenmaul, Schafgarbe, Sonnenhut

Die meisten Bäume und schnell wachsende Blütensträucher sind Starkzehrer

Stark zehrende Bäume

Blauglockenbaum, Eibe, Essigbaum, Fichte, Kiefer, Obstbäume, Platanen, Sicheltanne, Thuja, Trompetenbaum, Weiden

Schnell wachsende Blütensträucher

Duftjasmin, Flieder, Forsythie, Holunder, Zierjohannisbeere

Beeren brauchen viele Nährstoffe

Himbeeren und Brombeeren wachsen meistens im Wald, ein gesunder Waldboden hat einen hohen Nährstoffgehalt und können im Garten in Böden gepflanzt werden die einen überhöhtes Nährstoffangebot haben.

Bild 2 zeigt ein Teil von einer Weide, die schon Jahre in einem Hühnerstall steht und ständig einer Überdüngung ausgesetzt ist, ohne Schaden zu nehmen. Die auf dem Bild zu sehenden braune Stellen sind kein Schaden von Überdüngung, es handelt sich um das Abtrocknen der Blätter im Herbst.

Vogelkot kann zur Überdüngung führen

Gräser mit hohem Nährstoffbedarf

Ziergräser haben einen hohen Nähstoffbedarf, allerdings sind diese nichts für eine kurz geschorene Rasenfläche, sondern dienen als Schmuckgräser und gehören zur Familie der Stauden.

Es gibt bodendeckende Gräser, andere wachsen zu Riesen-Gräsern heran. Beim Pflanzen sollten die Standortbedingungen beachtet werden. Ziergräser benötigen kaum Pflege und bei überdüngten Boden keinen Dünger.

Die verschiedensten Gräser haben unterschiedliche Standortbedingungen Hainsimse, Japanisches Berggras, Seggen alle Schattengräser wachsen auf lockeren, humosen Böden. Federgras, Blauschwingel bevorzugen magere durchlässige Böden.

Chinaschilf, Pampasgras brauchen humos-lehmige Böden. Das Angebot an Ziergräsern ist hoch, das Kaufen von Ziergräsern sollte in einer Gärtnerei bzw. Fachgeschäft erfolgen. Nur ein Fachmann kann genaue Auskunft geben, welche Gräser und weitere Pflanzen einen hohen Nähstoffbedarf haben.

Was tun bei Geruchsbelästigung?

Es gibt die Möglichkeit mit dem Einsatz von viel Wasser den Geruch zu beseitigen, der Geruch kommt vom erhöhten Harnstoffanteil. Mit einer Harke oder Vertikutierer den Boden kräftig lockern und die Fläche mehrmals kräftig wässern. Es kann die Erdoberfläche ausgetauscht werden, was wohl die aufwendigste Möglichkeit ist. Das Verteilen von Kalk kann ebenfalls dazu beitragen den Geruch zu beseitigen.

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