Himbeerfrüchte lassen sich schlecht pflücken, beim Berühren zerfallen sie, Pflanzen, Fruchtansatz und Beeren trocknen ab

Beim Erkennen von Schäden an den Beeren sollte keine Panik aufkommen und in aller Ruhe die Pflanze untersucht werden. Einmal befallene Früchte durch Schädlinge oder Krankheitserreger lassen sich nicht mehr retten. Nach dem Finden der Ursache kann mit der Bekämpfung sowie die Beseitigung der Ursache begonnen werden.

Himbeerfrüchte lassen sich schlecht pflücken

Standort

Ein idealer Standort windgeschützt halbschattig bis sonniger Standort ist der beste Schutz gegen Schädlinge und Krankheiten, der Boden sollte humusreich und locker sein. Es ist angebracht. Die Beeren an verschiedenen Stellen im Garten zu pflanzen, so wird verhindert, das bei einem Schädlings- oder Krankheitsbefall alle Pflanzen befallen werden.

Krümelfrüchtigkeit

Es handelt sich um den „Raspberry bushy virus“. Um den Virus nachzuweisen, ist ein Virustest erforderlich, allerdings ist der Pilz nicht die Ursache der Krümelfrüchtigkeit. Bekämpfen kann man den Virus nicht, es sollten Pflanzen verwendet werden, die nicht anfällig gegen den Virus sind.

Anfällige Sorten wie Gigant, Himbostar, Rucami, Rumiloba u. a. mehr, sollten nach Auftreten des Virus nicht mehr gepflanzt werden. Beim Kauf sollten Virus resistente Pflanzen verwendet werden, im Fachhandel kaufen. Diese Pflanzen kosten zwar mehr, stammen aber nicht aus Massenzüchtungen und haben eine viel bessere Qualität.

Um den Virus einzudämmen, sollten befallene Pflanzenteile sofort entfernt (auch auf dem Boden) und entsorgt werden (nicht zwischenlagern, nicht auf den Komposthaufen). Die Krümelfrüchtigkeit tritt in den meisten Fällen nur in perfekt aufgeräumten Gärten auf, wo keine Wildkräuter (fälschlicherweise Unkraut genannt) zu finden sind.

In der Natur an wilden Himbeeren wird die Krümelfrüchtigkeit selten entdeckt, was auch in naturnahen Gärten zutrifft, wo Gänseblümchen, Brennnessel, Löwenzahn auch einmal wachsen dürften, ohne das gleich die Chemiekeule eingesetzt wird.

Im Garten von GartenBob.de trat einmal die Krümelfrüchtigkeit auf, die befallenen Pflanzenteile wurden entfernt, die Pflanzen wurden mit Brennnesseljauche besprüht, fertig. Zusätzlich wurden, bzw. werden die Pflanzen regelmäßig mit Brennnesseljauche gegossen und Wildkräuter als Bodendecker dürfen auch wachsen, seit 20 Jahren trat die Krümelfrüchtigkeit nicht wieder auf. Kunstdünger, Unkrautvernichter, Moosentferner und sonstige Chemie kommt überhaupt nicht zum Einsatz, wie das Wort naturnah aussagt.

Symptome der Krümelfrüchtigkeit

Auf den Blättern sind gelbe Blattscheckungen sichtbar, diese können allerdings auch bei Nährstoffmangel auftreten (eine Bodenprobe kann Auskunft geben, welche Nährstoffe fehlen). Die Ruten wachsen nicht richtig und bleiben kleiner als üblich, Beeren können bis zur Ernte grün bleiben, unvollständig entwickelt und blass. Die Früchte haften nicht fest und zerfallen beim Pflücken.

Grauschimmel (Pilz)

Bildet sich hauptsächlich bei niederschlagsreicher Witterung, Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit und ungenügender Luftzirkulation. Auf den Früchten bildet sich ein grauer stäubender Belag, die Früchte zerfallen oder faulen. Ein regelmäßiges Ausschneiden der Pflanzen und Entfernen von Blättern, die die Früchte bedecken, sorgen für eine gute Belüftung der Pflanzen und verhindert Schimmelbildung.

Bei extremen Befall sollte die Pflanze großzügig heruntergeschnitten werden. Grauschimmel ist eine Pilzerkrankung, die Sporen werden durch Regen, Wind und Spritzwasser verbreitet. Weitere Merkmale sind braune später faulenden Flecken auf Triebspitzen, Früchten, Blüten und Blätter. Eine Bekämpfung kann mit Kupferspritzmittel durchgeführt werden, diese Mittel werden auch im Bioanbau verwendet.

Schäden durch Überdüngung

Die Pflanzen sollen schnell wachsen und sehr große und viele Früchte tragen, dies ermöglicht das Versprechen vieler Kunstdüngerhersteller. Für den Gärtner bedeutet dies, viel Düngen und es gibt die größten Erträge. Durch die erhöhte Düngerzugabe wächst die Pflanze zu schnell, trägt zwar viele Früchte, hat aber keine Zeit, um natürlich zu wachsen und einen natürlichen Selbstschutz gegen Krankheiten und Schädlinge aufzubauen.

Abgesehen von natürlichen Dünger und Pflanzenstärkungsmittel wie Mist, Brennnesseljauche/Sud, Schachtelhalmbrühe, Mulch (kein Rindenmulch), Rohkompost, Komposterde. Kunstdünger sollten nur verwendet werden, wenn eine Bodenprobe über die Nähstoffe Auskunft gibt. Bodenproben kann man durch ein Labor prüfen lassen. Probeset gibt es ab ca. 20,00 €, unverbindliche Preisempfehlung, ist von der Art der Analyse sowie auf welche Nähr- und Schadstoffe geprüft wird.

Bei GartenBob.de findet man in der Kategorie „Schädlinge & Krankheiten“ unter „Himbeere Krankheiten“ weitere Informationen, Informationen zur Pilzbekämpfung und sonstigen Schädlingen und Krankheiten sind in dieser Kategorie zu finden.

Wie ein Sprühgerät einfach zu bauen und anzuwenden ist, um diverse Jauchen/Sud aus Brennnesseln, Schachtelhalmen und anderen Pflanzen zu versprühen, gibt es auf „GartenBob.de-YouTube“ unter „Brennnesselsud-Brennnesseljauche sprühen“.

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