Was zeichnet einen schlechten Gärtner aus ?

Einen schlechten Gärtner erkennt man an der Gestaltung und Aussehen des Grundstücks. Der Garten ist so aufgeräumt, dass noch nicht einmal ein Blatt am Boden liegt. Der Teich als angebliches Feuchtbiotop ist mit Filteranlagen versehen und das Wasser wird mit allen möglichen chemischen Mitteln gereinigt.

Der Baumbestand ist auf einige Koniferen und Nadelbäume begrenzt, ein Laubbaum ist fehl am Platz es könnten ja im Herbst ein paar wenige Blätter zu Boden fallen. Die Gartenwege sind absolut Wildpflanzen und Moosfrei und auf dem Rasen steht nicht ein Gänseblümchen, Löwenzahn oder Klee.

Ein Gemüsebeet findet man auch nicht, Gemüse kann man preiswert einkaufen und unter der Rubrik Ökogemüse hat man der Natur seine Schuldigkeit getan. Hecken und Sträucher werden so exakt geschnitten, dass es sich für jeden Singvogel verbietet sich ein Nest zu bauen.

Schmetterlinge, Hummeln, Bienen, Libellen ein Frosch oder Molche im Gartenteich sind Störfaktoren. Wildpflanzen und Kräuter gibt es nicht der Handel bietet eine Vielzahl von Vernichtungsmitteln die zu aller Freude nicht nur die Pflanzen bekämpfen und gleich noch das Grundwasser verseuchen.

Gartenschädlinge gibt es auch nicht, dafür gibt es wieder Gifte zu kaufen die allerdings nicht nur die Schädlinge vernichten sondern auch die Nützlinge. Wächst eine Pflanze nicht so richtig oder der Rasen ist nicht grün genug wird gedüngt was das Zeug hält, für alles gibt es ein Mittelchen aus dem Chemiewerk. Die Krönung ist die Verwendung von eingefärbten Rindenmulch, als ob es in der Natur nicht genug Farben gibt.

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