Koniferen im Winter gießen

Ein extrem trockener Herbst und Winter dazu noch eine geschlossene Schneedecke und gelegentlich Frost und im Frühjahr oder Sommer zeigen sich an Koniferen Trockenschäden. Das diese Schäden aus Wassermangel im Winter entstanden sind, darauf kommt keiner und wenn man dann die Koniferen im Herbst von einer Firma hat schneiden lassen, gibt man dieser die Schuld.

Koniferen sowie Nadelbäume machen keinen Winterschlaf, eine Vielzahl von Koniferenarten wachsen im Herbst und in den Wintermonaten weiter.

Sie brauchen Wasser um Trockenschäden zu vermeiden!

Der Wassermangel hat außer Trockenheit durch natürliche Einflüsse noch weitere Gründe. Die Hauptursache ist, dass die Koniferen an Standorte gepflanzt werde,n wo diese normalerweise nicht hingehören, Grundwasserabsenkungen, aufgefüllte Flächen wie sie gerade in Neubaugebieten zu finden sind. Wer in einen Neubaugebiet in die Tiefe schachtet ,wird oft erschreckend feststellen, dass nach einer dünnen aufgefüllten Erdschicht alles Mögliche wie zerkleinerter Bauschutt Lehm oder die minderwertigste Bodenschichten aufgefüllt wurden.

Viele Koniferen, gerade bei Heckenanpflanzungen sind viel zu eng, die Pflanzen verdrängen sich gegenseitig. Nährstoffmangel ist die nächste gravierende Ursache, da ja im Herbst kein Blatt unter den Pflanzen liegen bleiben darf, entsteht auch keine natürliche Humusschicht. Diesen Mangel mit Koniferendünger auszugleichen ist nicht möglich, höchstens nach einer Bodenanalyse. Überdüngung ist auch eine Ursache da beim kleinsten erkennbaren Mangel an den Pflanzen sofort Kunstdünger zugeführt wird, ohne überhaupt zu wissen was dem Boden fehlt.

Mit natürlichen Nährstoffen wie Komposterde oder das Herbstlaub unter die Koniferen verbunden, kann man die Pflanzen nicht schädigen.

Die einfachste Lösung ist im Winter zu gießen, soweit der Boden nicht gefroren ist und die natürlichen Standortbedingungen soweit wie möglich zu schaffen.

Gießen heißt es nicht die Oberfläche befeuchten!

Wer der Meinung ist seine 5 Stück 200 Liter Regenfässer sind ausreichen, sollte nach dem gießen den Finger in den Boden stecken. Er wird feststellen das nach 1 – 2 cm der Boden trocken ist.

Richtig gießen würde heißen, einen Wasserschlauch in den Traufbereich der Pflanze zu legen und ganz langsam und gemütlich das Wasser in Ruhe versichern zu lassen. Die Saugwurzel befinden sich weiter unterhalb der Erdoberfläche.

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