Inka Gurke (Cyclanthera pedata)

Weitere Namen: Achocha, Caigua, Hörnchenkürbis, Korila, Schamanengurke, Stachelgurke. Sie stammt vor allem aus den südamerikanischen Anden, sie kommt in Mittelamerika, Argentinien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru, Venezuela vor, und gehört zu den Kürbisgewächsen.

Sie wird seit hunderten von Jahren von der peruanischen Urbevölkerung verwendet. Die Schamanen in Peru wenden die Inka-Gurken (Bild 1) als Heilmittel an, sie ist anti-diabetisch, blutdrucksenkend, cholesterinspiegelsenkend, hilft bei der Gewichtsreduzierung, ist krebshemmend und immun-stärkend durch ihre antioxidative Flavonoide.

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Die Früchte erhöhen den Anteil an HDL (das HDL-Cholesterin transportiert Cholesterin von den Zellen des Körpers zur Leber), ist der HDL-Wert hoch ist dies ein Schutz vor Arteriosklerose sowie koronarer Herzkrankheiten. Weiterhin wird der Anteil an „bösen LDL“ (hohe LDL-Werte steigern das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen).

Wie schmecken Inka-Gurken?

Eine Kartoffel schmeckt nach einer Kartoffel und eine Möhre nach einer Möhre so schmeckt eine Inka-Gurke nach einer Inka-Gurke. Obwohl ein Kürbisgewächs, heißt sie eben Gurke. Sie hat ihren eigenen Geschmack, die Inka-Gurke mit einer herkömmlichen Salatgurke zu vergleichen passt nicht, die Inka-Gurke hat ihren eigenen Geschmack.

Die Inka – Gurke in der Küche

Die Stacheln an der Gurke werden beim zubereiten weich, im rohen Zustand mit den Fingern über die Stachel reiben, diese werden dann weich.

Junge Inka-Gurken

Man kann sie roh essen, kochen, braten, schmoren in Essig wie saure Gurken einlegen, als Zugabe zu allen Salaten wie zum Beispiel Tomatensalat mit Inka-Gurken als Inka-Gurken mit Bratkartoffel, als Zugabe bei Schmorbraten und so weiter.

Ältere ausgereifte Inka-Gurken

Sie können wie Paprika oder Chili mit Käse, Fleisch, Hackfleisch oder Fisch gefüllt werden. Die Samen entfernen und füllen.

Die Kerne (Samen)

Die Kerne (Bild 2) werden vor der Zubereitung von Gerichten entfernt, nach dem Trocknen können diese in der nächsten Saison als Saatgut eingesetzt werden. Alle nicht benötigten Kernen können ebenfalls zur Zubereitung von Speisen genutzt werden. Die getrockneten Samen können zermahlen (Kaffeemühle) und aufgebrüht werden, der Tee wirkt als Blutdruck-Senker. Bei normalen Blutdruck oder zu niedrigen Blutdruck ist der Tee nicht geeignet.

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Die Blätter

Diese können roh. Zubereitet als Salat oder gekocht gegessen werden.

Saft

Die Früchte können püriert werden, der entstandene Saft wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Bodenansprüche

Besondere Ansprüche hat die Pflanze nicht, bei der Bodenvorbereitung sollte reichlich Komposterde eingearbeitet werden. Wächst die Pflanze kräftig, kann nochmals Komposterde um den Wurzelbereich gestreut werden, durch gießen bzw. regnen werden die Nährstoffe in den Boden an die Wurzeln gespült. Die Pflanzen sollten ausreichend mit Wasser versorgt werden. Die Erde im Pflanzkübel sollte nicht austrocknen.

Anzucht der Pflanzen

Zur Aussaat nur die schwarzen Samen verwenden. Nach den Eisheiligen (noch etwas warten bis der Boden sich erwärmt hat) kann direkt ins Freiland gesät werden, allerdings bedarf dies eine ständige Kontrolle, das keine Wildpflanzen die sehr zarten Keimlinge und heranwachsenden Jungpflanzen erdrücken. Besser ist die Anzucht im Gewächshaus oder der Fensterbank in Blumentöpfen.

Es ist ausreichend, die Pflanzen ab Ende April bis März vorzuziehen, in einem beheizten Gewächshaus oder Wintergarten kann die Aussaat schon im Februar erfolgen. Sind die Pflanzen kräftig genug, können diese ins Freiland gepflanzt werden. Die Inka-Gurken wachsen im Freiland oder im Gewächshaus und benötigen eine Rankhilfe wie Stangenbohnen.

Die Früchte wachsen im Blattbereich (Bild 3), man muss genau hinsehen, um zu erkennen das die Früchte erntereif sind. Die Pflanzen wachsen im Blattbereich sehr üppig, Bild 4 zeigt das Wachstum, wir haben in unseren Anbaugewächshaus unter der Decke Leinen gespannt.

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Inka-Gurken brauchen viel Platz, (das Blattwerk auf den Bildern stammt von 3 Pflanzen) sie können unter guten Standortbedingungen bis 10 Meter wachsen. Im Wintergarten oder Gewächshaus kommt man sich vor wie im Regenwald, da das Blattwerk je nach Rankhilfen eine sehr große Fläche einnimmt.

Das Wachsen der Pflanzen

Nach dem die ersten Keimlinge aus dem Boden sprießen, könnt man denken, die Pflanzen wachsen nicht mehr, als ob diese in eine Ruhephase getreten sind. Es dauert eine gewissen Zeit, danach wachsen sie wie wild, man kann regelrecht zusehen wie sie üppig wachsen.

Früchte sucht man anfangs vergeblich, sie entwickeln sich sehr spät, unter günstigen Bedingungen kann man im Juli ernten, ansonsten Ende August und dann im September entwickeln sich die Früchte sehr schnell.

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Die Pflanzen wachsen bis in Höhen von 2800 m über N.N. (Meeresspiegel) und vertragen Temperaturen bis knapp über 0 °C. Fällt Schnee auf die Pflanzen nehmen die Früchte keinen Schaden und können noch geerntet werden.

Gesundheit

Alle verwertbaren Pflanzenteile haben einen starken medizinischen Effekt, werden schon im Rahmen einer Diät Phytosterin- angereicherte Nahrungsmittel verwendet, kommt es bei der medizinischen Anwendung der Inka-Gurke zu einer erhöhten Aufnahme von Phytosterine. Zu hohe Physterine-Werte erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine vorsorgliche medizinische Untersuchung für bestimmte Krankheitsbilder ist empfehlenswert.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    kann man die Inka-Gurken auch lagern? Wenn ja, im Kühlschrank oder nicht?

    Übrigens finde ich den Artikel sehr gut – im Moment kämpfe ich mit einer Ernteschwemme nach dem Urlaub…….

    Viele Grüße

    • Hallo Heike, wir kochen die Inka Gurken ein, so halten diese sich deutlich länger. Wir haben dieses Jahr auch eine üppige Ernte.

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