Wie lange dürfen Partyzelte und Pavillons im Kleingarten stehen bleiben?

Was ist der Unterschied zwischen einem Partyzelt und einem Pavillon? Im Wesentlichen gibt es keinen Unterschied, ein Pavillon ist nur die verfeinerte Ausführung eines Partyzeltes. Ein Partyzelt ist schlicht und einfach, ein Pavillon ist eben nur etwas luxuriöser in seiner Ausstattung und Gestaltung.

Baulichkeiten im Kleingarten

Die bauliche Größe von Gartenhäusern regelt das Bundeskleingartengesetz, 24 m² einschließlich überdachter Freifläche darf ein Gartenhaus sein. Größere Gartenhäuser unterliegen in den meisten Fällen dem Bestandsschutz. Im Normalfall dürfte noch nicht einmal ein Gerätehaus zusätzlich aufgestellt werden, man findet die Gerätehäuser in vielen Gärten, wer möchte schon zwischen Gartengeräten, Rasenmäher und anderen Geräten das Gartenleben genießen.

Würde ein Vorstand korrekt auf das Bundeskleingartengesetz bestehen, hätte der Verein zwar dem Gesetz entsprechenden Gärten, aber keine Gärtner mehr. Das Bundeskleingartengesetz ist veraltet, ein Garten dient neben dem Obst und Gemüseanbau hauptsächlich der Erholung. Auch in einer Kleingartenanlage, die dem Bundeskleingartengesetz unterliegt, steht die Lebensqualität an erster Stelle.

Die zusätzlichen Überdachungen, dessen gesetzlichen Regelungen in der Luft liegen

Da gesellt sich der Grillplatz dazu, in vielen Fällen so halb und halb überdacht, in einfachster Art und Weise und wenn auch nur durch ein Schilfdach, fest installierte Planen und ähnliches. Weiter gesellen sich überdachte Flächen für Gartengeräte, Fahrräder, Spielzeug oder die Filteranlage fürs Planschbecken dazu.

Partyzelt und Pavillon im Garten

Darf es dann noch zusätzlich eine Sitzfläche mit Leichtbauüberdachung sein, schließlich möchte man einen Sommerregen im Freien genießen können. Egal ob alte oder neue Bundesländer viel Kleingartenanlagen sind zu wahren Erholungsparadiesen entgegen dem Bundeskleingartengesetz geworden.

Es lässt sich nicht mehr ändern, höchstens das Bundeskleingartengesetz sollte geändert werden. Selbst ein Gewächshaus zählt als überdachte Fläche, dieses gehört in vielen Gärten einfach dazu.

Die Partyzelte und Pavillons

Diese unterliegen der kurzzeitigen Nutzung. Wobei die Wortwahl kurzzeitig oder langfristig nicht aussagekräftig ist, besser wäre eine Standzeit mittels Beschluss in der Gartensatzung festzulegen. Partyzelt sowie Pavillon sind mit dem Boden fest verbunden, ob mit Haken oder durch das eigene Gewicht mit dem Boden verbunden, zählt somit zur überdachten Fläche.

Dadurch dass das Gartenhaus die zulässigen 24 m² überdachte Fläche erreicht sind, ist eine dauerhafte Aufstellung eines Partyzeltes oder Pavillon nicht mehr erlaubt. Ein Partyzelt dient, wie der Name es schon sagt, für die Erweiterung bzw. geschützten überdachten Fläche bei einer Party.

Ein Pavillon mit gehobener Ausstattung dient der längeren Nutzung. Bei einem kurzfristigen Aufstellen bei einem Partywochenende oder der Urlaubszeit dürfte es keine Beanstandungen geben, vorausgesetzt, danach wird alles wieder abgebaut.

Alle Zeit, die darüber hinaus geht, dürfte als langfristig gelten und ist somit nicht zulässig, ein Rückbau kann somit durch entsprechende behördliche Organe veranlasst werden.

Was passiert, wenn die Partyzelte oder Pavillons stehenbleiben dürften?

Die Vielzahl von Partyzelten und Pavillons werden auf der Rasenfläche aufgestellt. Mit der Zeit wird der Rasen niedergetreten, es entsteht eine unansehnliche Fläche. Als Folge würde der Boden unter dem Zelt befestigt und mit entsprechenden Bodenbelag versiegelt werden.

Später werden noch entsprechende Seiten mit festen Material und Fensterscheiben versehen. Der Charakter Partyzelt und Pavillon verliert somit seine Berechtigung. Ein dauerhaftes Aufstellen ist nicht nötig, schließlich steht noch das Gartenhaus als Schutz gegen zu viel Sonne oder Regen zur Verfügung.

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