Wie baue ich einen Wasserfall ?

Ein Wasserfall ist  die Krönung der Wasserspiele, der Klang des Wassers was über kleine Steinkaskaden fällt und schließlich plätschernd im Teich ankommt.

Der Bau eines Wasserfalls wenn er die Geräusche eines großen Originals nachahmen soll, fordert viel Geduld und viel Wasser. Sie benötigen eine leistungsfähige Pumpe und Wasserreserven.

Wenn Sie sich vor dem Bau eines Wasserfalls schon Gedanken über Stromverbrauch oder zusätzliche Wasserkosten machen, dann lassen Sie es sein sonst haben Sie zum Schluss nur ein Rinnsal das zwischen den Steinen herunter läuft.

Der höhere Energieverbrauch kommt durch eine Leistungsfähige Pumpe, die im Handel für Teichanlagen angebotenen Pumpen haben eine zu geringe Fördermenge und sind nicht robust genug.

Der erhöhte Wasserverbrauch entsteht durch Spritzwasser und seitliches überlaufen beim auffallen des Wassers auf die Steine ebenfalls erhöht sich der Verdunstungsgrad. Erwarten Sie nach der Fertigstellung nicht gleich den Klang der Niagarafälle, eine Menge Nacharbeit ist erforderlich bis alles so richtig funktioniert.

Aufbau des Grundkörpers

Es wird wohl in den meisten Gärten aus Platzgründen unmöglich sein eine natürliches Gebirge zu errichten oder Berg aufzuschütten um den Höhenunterschied zu ermöglichen. Die einfachste Variante ist es ein Scheingebirge zu errichten, dass nur in der Vorderansicht den natürlichen Bedingungen entspricht, die Rückseite dient nur als Stützvorrichtung und kann durch Bepflanzung so hergerichtet werden, dass der Eindruck entsteht der Wasserfall kommt aus einem Wald.

Aufmauern:

Fertigen Sie ein Fundament von ca. 1×1 m an und mauern die Rückseite des Wasserfalls mit Steinen bis auf die gewünschte Höhe auf. Auf die verbleibende Fläche des Fundaments stapeln Sie mit natürliches Steinen den Grundkörper des Wasserfalls, die Steine können auch gemauert werden.

Die eigentliche Wasserfallfläche gestaltet man wie eine Steilwand an der die Ränder etwas überstehen, dadurch wird verhindert, dass das Wasser zur Seite wegläuft. Der Zulauf wird mit einer flachen Natursteinplatte die sich leicht in Fallrichtung neigt abgeschlossen. Beim Aufbau des Falls sollten immer wieder flache Steine nach vorne herausragen die es ermöglichen, dass das Wasser frei fallen kann.

Die Steine der Wasserfallfläche sollten mit Zementmörtel vermauert werden, Lücken und die Uferbereiche müssen verfugt werden. Läuft zu viel Wasser über die Seiten weg, kann im nachhinein mit kleinen Steinen der Randbereich des Falls erhöht werden, die Steine können gemauert oder geklebt werden.

Wasserzulauf:

Von der Wasserpumpe bis zum Zulauf des Wasserfalls verlegt man einen Druckschlauch von 1,5 Zoll so hat man genügend Wasser zur Verfügung. Verlegen Sie den Schlauch bis zum Boden der Rückseite, bis zum Zufluss des Wasserfalls montiert man ein Steigrohr, dies wird am Zufluss mit einem Winkel versehen.

Das Steigrohr sollte ebenfalls 1,5 Zoll stark sein, der Wasserauslauf sollte nicht verkleinert werden, da das Wasser nur herauslaufen soll und nicht herausspritzen. Zusätzlich sollte das Steigrohr mit einem Ventil versehen werden, so lässt sich später die Durchlaufmenge einstellen, hierbei wird der Fall der Wassermenge bestimmt um die Geräuschkulisse eines natürlichen Wasserfalls zu erhalten.

Klang und Fall des Wassers

Nach dem ersten Probelauf werden Sie feststellen, dass das ganze noch nicht so richtig Ihren Erwartungen entspricht. Schießt das Wasser über den Zulauf hinaus, können Sie über das Ventil die Durchlaufmenge reduzieren bis das Wasser über die Kante läuft.

Mittels flachen Steinen in der Hand die Sie unter das ablaufende Wasser halten, muss nun ausprobiert werden bis alles funktioniert. Haben Sie eine Stelle gefunden an dem der Wasserfalleffekt erreicht ist, stoppen Sie die Wasserzufuhr und kleben den Stein an diese Stelle. Diese Arbeit kann mehrmals ausgeführt werden, bis alle Klangeräusche und der Fall des Wassers dem Original in der Natur entspricht.

Gartenbob Tipp: Haben Sie viel Geduld bei dieser Arbeit, es lohnt sich

Wasserreserve und Pumpe

Um den Wasserfall mit genügend Wasser zu versorgen empfiehlt sich die Verwendung einer Tauchpumpe, verwenden sollte man die Ausführung als Schmutzwasserpumpe, dass erspart Ihnen die ständige Reinigung des Ansaugsiebes.

Eine Schmutzwasserpumpe zieht ohne Problem kleine Steine, Schwebstoffe, Algen und Blätter mit. Die Pumpe sollte mindestens 15000 Liter Wasser pro Stunde fördern, so steht dem Zulauf bei 1m Fallhöhe ca. 150 bis 200 Liter Wasser pro Minute zur Verfügung.

Beim Probelauf wird sich zeigen ob die Wasserreserve des Teiches ausreicht. Zieht die Pumpe zu viel Wasser ab, so das sich der Wasserspiegel erheblich senkt sollte ein zusätzlicher Wasserspeicher angelegt werden.

In den seltensten Fällen dürfte genügend Platz vorhanden sein um einen weiteren Teich der mit dem eigentlichen Teich verbunden wird anzulegen. Wenn diese Möglichkeit in betracht gezogen wird sollte der Reserveteich genügend Wasser aufnehmen können.

Besteht die Möglichkeit nicht kann ein Wasserspeicher eingegraben werden in dem das Wasser des Teiches läuft und die Pumpe sich im Wasserspeicher befindet.

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