Was ist ein Laubenpieper ?

Im Volksmund wird ein Kleingärtner, Schrebergärtner hauptsächlich in einer Laubenkolonie ( Laube= kleines Gartenhaus, Datsche, Wochenendhäuschen) als Laubenpieper bezeichnet.

Der Begriff Laubenpieper wurde gesellschaftlich von Hausbesitzern oft als Abwertung benutzt. Bei den heutigen Größen von Grundstücken auf denen Einfamilienhäuser gebaut werden hat der Kleingärtner eine größere Nutzfläche und damit die besseren Karten.

Er muss sich nicht mit Leib und Seele verkaufen um seine Kreditraten zu tilgen, verliert er seinen Job, lässt sich die Pacht oder Steuer für einen Kleingarten immer noch aufbringen. Der Hausbesitzer verliert alles was er geschaffen hat.

Eine große Anzahl von Kleingartenbesitzern möchte aus den Zentrum der Städte nicht hinaus und nutzt einen Kleingarten als Wochenendgrundstück. Ein Vorteil einer Laubenkolonie ist die Gemeinschaft die sich meist in einen Verein alle Kosten teilen, lediglich was auf dem Grundstück passiert ist Sache des Pächters.

Zwar gibt Vereinsregeln aber diese sind im Interesse aller Nutzer. Viele Kleingärtner werden belächelt wenn sie ihr Gemüse selbst anbauen, durch den Selbstanbau des Gemüses kommen sie in den Genuss ein Produkt zu haben, was noch richtig nach Gemüse oder Obst schmeckt und nicht mit Pestiziden, Herbiziden oder Überdüngung verseucht ist.

Eine weiterer Vorteil des Laubenpiepers ist, dass die Investitionskosten fürs Grundstück sowie Nebenkosten sehr gering sind und in kürzester Zeit aufgebracht sind, hingegen der Hausbesitzer fast sein ganzes Leben damit verbringt seinen Kredit zu tilgen.

Schreibe einen Kommentar