Unkraut und Kraut der Unterschied

Das Wort Unkraut wird im Duden nur erwähnt, eine Definition gibt es nicht. Als Unkraut werden Pflanzen von nicht naturverbundenen Menschen bezeichnet, Menschen die in ihren Denkschema die Natur mit ihren Wildpflanzen verband haben.

Alles was nicht kultiviert, hochgezüchtet und genmanipuliert ist muss vernichtet werden. Wildpflanzen die sich auf Grund der günstigen Standortfaktoren in einem Garten stark vermehren und dabei die Kulturpflanzen beim wachsen behindern, werden ebenfalls als Unkraut bezeichnet.

Einer der größten Feinde sind Pflanzen die sich auf befestigten Wege, Parkplätze und sonstigen befestigten Flächen breit machen. Hier wird das Wort Unkraut am meisten verwendet, da ein blühender Löwenzahn am Parkplatz oder Wegesrand absolut nicht ins Konzept von Ordnung und Sauberkeit passt und obendrein könnte der Löwenzahn noch einigen Insekten Nahrung bieten. Auch das noch Insekten im Lebensraum der ordnungsliebenden Menschen.

Für Kraut gibt es die verschiedensten Definitionen, im norddeutschen auch die Bezeichnung für Garnelen, Krabben, im süddeutschen auch für Kohl. In den verschiedensten Regionen wird der Begriff Kraut vielfältig eingesetzt erweiterte Wörter wie Weißkraut oder Rotkraut werden verwendet.

Kräuter sind alle Gewürz und Heilpflanzen mit einen Zusatz, dass die meisten Kräuter vom naturfeindlichen Menschen als Unkräuter bezeichnet werden wie:

Ackerschachtelhalm

Wirkung:

hoher Anteil an Kieselsäure, enthält Flavonoide, Phenolsäuren, Alkaloide wirkt harntreibend, stärkt das Bindegewebe, als Tee gegen Blasenentzündungen, Blasenschwäche, Nierengrieß, Wassereinlagerungen (Ödeme), Blutreinigung, als Bad gegen Erfrierungen, als Spülung gegen Neuschnupfen,

Bärlauch

Wirkung:

reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen, Mangan, Hauptwirkstoff Sulfide gegen Pilze und Bakterien, verbessert den Blutfluss, verringert Cholesterinpartikel, schützt gegen Arterienverkalkung und Herzinfarkt

Beifuß

Wirkung:

enthält Thujon ( giftig), Kampfer, Cineol, Psilostachin, Linalool, wirkt gegen Magen-, Darm-, und Gallenbeschwerden

Brennnessel

Wirkung:

reich an Flavonoide, Karotinoide, Mineralsalze, gegen rheumatische Beschwerden, gegen Nierenleiden, zur Blutreinigung

Goldrute

Wirkung:

hoher Gehalt an antibiotischen und entzündungshemmenden Flavonoiden Glykosiden, gegen Blasenentzündungen, harntreibend, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung

Gundermann

Wirkung:

enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, gegen Durchfall

Hirtentäschel

Wirkung:

Inhaltstoffe wie Kalium, cholinartige Substanzen wirken blutstillend und leicht blutregulierend, gegen starke oder unregelmäßiger Regelblutung, Nasenbluten, Hämoriden, Blutreinigung, gegen Schuppenflächte oder Ekzemen

Huflattich

Wirkung:

Inhaltsstoffe Glykosid, Schleimstoffe, Phytoterin, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gallussäure, gegen Hustenreiz

kann sehr giftige Alkaloide enthalten – nur in der Apotheke kaufen um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten

Kletten

Wirkung:

harn- und schweißtreibendes Mittel, gegen Hautkrankheiten, Klettenwurzelöl fördert den Haarwuchs

Löwenzahn

Wirkung:

geringer Inulingehalt, wird als Bittermittel bei Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden angewandt, wirkt gallenflußfördernd

Quecke

Wirkung:

hoher Anteil an Kieselsäure, Kalzium, Mangan, unterstützt Haar und Nagelwachstum, gegen brüchige Fingernägel, ätherische Öle wirken leicht harntreibend, reizlindernd, keimhemmend besonders gegen einige Hautpilzarten

Schafgarbe

Wirkung:

Hauptinhaltsstoffe sind Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, lindern Krämpfe im Magen-Darm-Bereich

Spitzwegerich

Wirkung:

enthält Schleimstoffe fördern den Heilungsprozess von Infektionen der Atemwege, zur Behandlung von Reizhusten

weiße Taubnessel

Wirkung:

Gerb- und Schleimstoffe, gutes heilmittel bei Frauenleiden, wirkt bei Katarr der oberen Atemwege, bei Magen und Darmbeschwerden, der Blutreinigung, wirkt nervenstärkend, stuhlregelnd, stoffwechselfördernd

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