Topinambur

Topinambur eine Pflanze mit vielen Namen wie Borbel, Erdapfel, Erdartischocke, Erdbirne, Erdschocke, ErdsonnenblumeJerusalem, Erdtrüffel, Artischocke, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Ross- Erdäpfel, Rosskartoffel, Schnapskartoffel, Süßkartoffel, Zuckerkartoffel.

Topinambur ist mehrjährig, kann bis zu drei Meter hoch werden, die Triebe sterben im Herbst ab.

Die Knollen werden zwischen Februar und April gepflanzt, die Abstände zwischen den Knollen sollten 30 bis 40 cm betragen. Sie können in Reihen, in Kreisen oder anders beliebiger Form gepflanzt werden, ihre Pflanztiefe sollte ca. 10 cm betragen. Sie können die Pflanzen wie Kartoffeln behandeln und anhäufeln, müssen Sie aber nicht. Beim wachsen braucht die Pflanze keine Pflege nur zu Kulturbeginn sollten größere Unkräuter entfernt werden, werden die Pflanzen größer verdrängen diese das Unkraut, Sie müssen nicht hacken oder andere Pflegearbeiten durchführen.

Topinambur-Beet anlegen

Foto 1 zeigt ein quadratisches Topinambur- Beet in einen naturnahen Garten, nur wenn die Pflanzen klein sind wird etwas Unkraut entfern ansonsten macht die Pflanze keine Arbeit. Die Pflanze breitet sich sehr stark aus, da auf den Gartenwegen Rasen wächst, problemlos lassen sich Auswüchse abstechen bzw. ernten, durch regelmäßiges mähen der Wege haben die Pflanzen keine Zeit in die Höhe zu wachsen.

Topinambur

Foto 2 zeigt das Beet mit großen Pflanzen die auf Grund ihrer Höhe als Sichtschutz dienen. Einen Sichtschutz den man essen kann.

Topinambur im GartenFoto 3 zeigt die geernteten Knollen. Die Ernte erfolgt mal hier und mal da durchs Beet so bleibt der Sichtschutz im nächsten Jahr vorhanden. Zu kleine Knollen kommen gleich wieder in die Erde sodass im nächsten Jahr keine Lücken im Sichtschutz entstehen.

Topinambur Knolle

Gedüngt werden die Pflanzen mit Kompost gemischt mit Hühnerdung und Kaninchenmist im Herbst. Die abgetrockneten Pflanzen bleiben bis zum zeitigen Frühjahr stehen, was dann von ihnen noch übrig geblieben ist wird abgeharkt und kommt auf den Komposthaufen.

Herkunft der Pflanze

Die Pflanze stammt aus Nord- und Mittelamerika, vermutet wird das sie aus Mexiko stammt. Sie galt bei den Indianern aus der vorkolumbianischen Zeit als Kulturpflanze und ist heute im zentralen und östlichen Nordamerika sowie Mittelamerika verbreitet.

Die Vermehrung der Pflanze

Die Vermehrung erfolgt über die Wurzelknollen, einfach bei der Ernte die zu kleinen Knollen wieder an der gewünschten Stelle in den Boden einbringen. Die Knolle hat zwar ihren Auslegetermin zwischen Februar und April, nimmt aber keinen Schaden wenn sie nach der Ernte in den Boden gebracht wird.

Ernte und Lagerung der Knolle

Nach der Neuanlage eines Topinambur- Beetes kann ab dem Spätherbst geerntet werden. Lagerfähig ist die Knolle nur bedingt, am besten im Kühlschrank oder kühlen Keller im dunkeln mehrere Tage.

Am günstigsten ist es die Knollen im Boden zu lassen und nur nach Bedarf zu ernten, zumindest wenn der Boden im Winter frostfrei ist. Bei beständigen Beeten kann das ganze Jahr über geerntet werden.

Verwendung der Knolle in der Küche

Die Knolle kann vielseitig eingesetzt werden bei einer Wurzelgemüsepfanne, als gebratenes Püree, paniert wie ein Schnitzel und gebraten, gekocht als Beilage geraspelt in einem Rohkostsalat.

Krankheiten und Schädlinge von Topinambur

Die Pflanze wird regelmäßig vom Echten Mehltau und Rost befallen, worüber sich der Gärtner aber keine Gedanken machen muss, auf chemische Spritzmittel sollte verzichtet werden. Topinambur ist anfällig gegen Wühlmäuse.

Nutzung von Topinambur für die Ernährung

In der Topinamburknolle ist der Inhaltsstoff Inulin, die Knolle ist für Diabetiker sehr gut verträglich, der hohe Ballaststoffgehalt ist für Diät- Mahlzeiten wichtig.

Die Topinamburknollen lassen sich zu einem Verdauungsschnaps verarbeiten.

Einsatz von Topinambur als Futter für Haustiere

Topinambur kann als Futter für Pferde, Schweine, Schafe und Kleintiere genutzt werden. Bei der Wildfütterung dient es als Futterpflanze für Hasen, Rot- und Schwarzwild. Bisamratten, Wanderratten, Schermaus und Wildkaninchen bedienen sich ebenfalls an der Pflanze.

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